Sascha, 22, Studentin, Frugalistin & Minimalistin investiert ihr Geld & hat große Ziele

Sascha, 22, Studentin, Frugalistin & Minimalistin investiert ihr Geld & hat große Ziele

Halli Hallo zu einer neuen Community Story 😀 Heute erzählt uns Sascha von ihren Erfahrungen und ihrem Leben als Studentin, Frugalistin und Minimalistin. Außerdem gibt sie uns einen Einblick in ihre Ziele und Pläne und wie sie es schafft, neben dem Studium Geld zu sparen 🙂 

Viel Freude beim Lesen!

  • Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich heiße Sascha (ja, das ist auch ein weiblicher Vorname!) und bin 22 Jahre alt.

 

  • Würdest du dich eher als Minimalisten oder als Frugalisten oder vielleicht sogar als beides bezeichnen?

Schon als beides, also sparsam mit Geld war ich bereits als Kind und habe kleine Geldgeschenke zum Geburtstag immer gespart anstatt sie auszugeben. Dann kam erst mehr und mehr der Minimalismus und als neueste Erweiterung das Konzept des Frugalismus hinzu. Als ich davon gelesen habe, dachte ich: „Cool, es gibt also eine ganze Bewegung, die meine Denkweise teilt!“

 

  • Wie hast du diese Art von Lebensstil entdeckt? Wie bist du dazu gekommen? Gab es konkrete Auslöser?

Also ungeachtet meines persönlichen Hangs zur Sparsamkeit, bin ich so 2015 über den Minimalismus gestolpert, als gerade „The Life-Changing Magic of Tidying“ von Mari Kondo in aller Munde war. Ich hab das Konzept dann einfach bei meinem anstehenden Auszug von zu Hause angewendet und hab nur positive Veränderungen festgestellt! Ich habe statt Shoppen dann eher konsumfreie Hobbies wiederentdeckt (Gitarre, Tanzen, Schreiben).

 

  • Wie sehen deine Lebensumstände aus? Studierst du? Arbeitest du? Wohnst du alleine etc.

Aktuell bin ich Studentin im Master (Lehramt) und gehe einem Nebenjob nach. Nutze die Zeit während Corona aber gerade für eine zusätzliche Ausbildung (immer schön das Humankapital erhöhen) über eine Fernschule. Ich teile mir eine WG mit einer tollen Mitbewohnerin, habe aber die ersten Jahre meines Studiums von einem Wohnheimplatz profitiert.  🙂

  • Tickt dein Umfeld ähnlich wie du? Wie reagiert dein Umfeld?

Tatsächlich kaum. Vielleicht liegt es am Studenten-Dasein, aber am Ende des Monats haben die meisten meiner Freunde nicht mehr viel übrig. Wenn es ums Investieren geht, musste ich auch schockiert feststellen, dass NUR Männer in meinem Umkreis investieren. Ich bin die einzige Frau! Das muss sich ändern, finanzielle Vorsorge ist wichtig für jeden Einzelnen!
Mein Freund kann meinen Frugalismus zeitweise gar nicht nachvollziehen, allerdings haben wir einfach unterschiedliche Einstellungen, was ein genussvolles Leben ausmacht.

 

  • Hast du konkrete Ziele, wenn ja, wie sehen diese aus?

Das Konzept der finanziellen Freiheit spricht mich schon deutlich an. Ich möchte aus Spaß arbeiten, nicht aus dem Zwang, mein Leben zu finanzieren.  Zudem würde ich gerne ein Eigenheim besitzen, am liebsten einfach ein Tiny House auf einem kleinen Grundstück.
Also Eigenheim vor  30 und finanziell frei sein mit 40 Jahren.

  • Inwiefern beschäftigst du dich mit deinen Finanzen? Hast du das Ziel, finanziell frei zu werden?

Ich beschäftige mich regelmäßig mit meinen Finanzen, besonders um Einnahmen und Ausgaben zu reflektieren. Meine Sparpläne laufen eher passiv weiter, manchmal schaue ich, ob ich die Sparpläne erhöhen will. Finanzielle Freiheit ist (wie oben gesagt) auf jeden Fall mein Ziel, da ich meine Eltern und Verwandten mit Vollzeitjobs und deren Fokus auf Konsum gut beobachtet habe und sehe, dass ihnen diese Lebensweise nicht die Zufriedenheit schenkt, die ich anstrebe.

  • Wie hoch ist deine Sparquote? Wo hast du Sparpotentiale für dich entdeckt? Was ist dein bester Spartrick? 😀

Da ich auf Honorarbasis arbeite schwanken meine Einnahmen jeden Monat. Meine Sparquote schwankt da mit und liegt so zwischen 16% und 27%. Nächster Schritt um diese zu erhöhen ist also: Einnahmen erhöhen!

Hmm, also mein bester Spartrick wäre definitiv für Studenten: Nutzt die Zeit im Wohnheim maximal aus! So billig wohnt ihr nie wieder. Zu den Zeiten lag meine Sparquote bei etwa 50%.  Weitere Sparpotentiale sehe ich beim sozialen Umfeld z.B. veranstalte ich gerne Spieleabende zu Hause anstatt Essen bzw. was trinken zu gehen.

Außerdem spiele ich mit dem Gedanken mich nach dem Studium nochmal für etwas anderes einzuschreiben, einfach weil unser Studenten-Öffi-Ticket unschlagbar ist. 😀

 

    • Investierst du? Wenn ja, worin? Wann hast du angefangen?
      Ich investiere seit November 2019 in:
      • ETF’s (MSCI World Socially Responsible)
      • Fonds (z.B .Clean Technology)

    Werde mein Portfolio auch noch weiter ausbauen, aber meine höchste Priorität bleibt    immer die ethische Vertretbarkeit meiner Investments.  Um die Integrität zu wahren, bin ich der Meinung, dass meine politischen Einstellungen nicht beim Geld aufhören können. Deswegen bin ich vielleicht nicht in den Aktien mit den höchsten Dividenden vertreten, aber ich möchte eben auch von mir behaupten können, dass ich keine Rüstungsindustrie,    Kinderarbeit oder fossile Brennstoffe unterstütze.

     

    • Welche Bücher kannst du empfehlen?
      • Rich Dad Poor Dad – Robert Kiyosaki
      • Rente mit 40 – Florian Wagner

         

    • Welche Erkenntnisse hast du für dich gewonnen?

    Sich seiner eigenen Prioritäten klar werden, ist nicht nur vorteilhaft für die Finanzen. Es hilft auch beim Entscheidungen treffen und ein Auge darauf zu haben, wem oder was man seine Zeit schenkt.  

     

    • Welchen Tipp würdest du dir selbst geben, wenn du jetzt nochmal 18 wärst?

    Fang schon mal an zu investieren! Den Notgroschen hatte ich da schon, aber Aktien waren in meinen Augen nur für „erwachsene Geschäftsleute“, aber das ist Blödsinn!

     

    • Was möchtest du den Lesern dieses Beitrags mitgeben?
      • Macht euch genau klar, was euch im Leben Mehrwert bietet und was nicht! Das ist auch für jeden Menschen etwas anderes, aber wichtig diese Selbsterkenntnis zu ziehen.
      • Wartet nicht zu lange um die Finanzen in Angriff zu nehmen (also nicht erst beim ersten „richtigen“ Gehalt, sondern vorher). 
      • Und um es nochmal zu wiederholen: Wenn die Einnahmen steigen, nicht die Ausgaben automatisch mitsteigen lassen! Das ist der sichere Weg ins Hamsterrad.

     

    Liebe Sascha, vielen Dank, dass du uns einen Einblick in deine Geschichte gegeben hast und deine Tipps mit uns geteilt hast. Ich finde es ganz toll, wie du deinen Zielen nachgehst und ich wünsche dir ganz viel Erfolg auf deinem weiteren Weg! Ganz liebe Grüße an dich! 🙂 

    Wenn du deine Geschichte auch mit der Community teilen möchtest, dann kannst du mir gerne eine E-Mail an info@minimalfrugal.com schreiben. Ich freue mich drauf 🙂

    Disclaimer: Keine Anlageberatung, keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten.

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