Judith, 24, Studentin und Frugalistin strebt finanzielle Freiheit mit 35 an

Judith, 24, Studentin und Frugalistin strebt finanzielle Freiheit mit 35 an

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Community Story. Heute mit der lieben Studentin und Frugalistin Judith. So wie ich strebt auch sie die finanzielle Freiheit mit 35 Jahren an. Viel Spaß beim Lesen 🙂 

  • Wie heißt du und wie alt bist du?

Ich bin Judith, Studentin und 24 Jahre alt. Auf Instagram könnt ihr mich unter @Finanzen_mit_Judith finden. (Link: https://instagram.com/finanzen_mit_judith)

Ich poste dort täglich zu den Themen Frugalismus, Investieren und Minimalismus und würde mich sehr freuen, wenn ihr bei mir vorbeischaut. Ihr könnt mir dort natürlich auch jederzeit Fragen stellen.

 

  • Würdest du dich eher als Minimalisten oder als Frugalisten oder vielleicht sogar als beides bezeichnen?

Generell sind meine Gedankengänge seit circa 5 Jahren minimalistisch. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade mein Abitur geschrieben, war dabei mein Zimmer auszumisten und habe das damals in Deutschland noch relativ ungekannte Buch The Life-Changing Magic of Tyding Up von Marie Kondo gelesen. Falls ihr dieses Buch noch nicht gelesen habt ist es nach wie vor zu empfehlen.

Obwohl ich als Kind Taschengeld bekommen habe und dieses ausgeben hätte können war ich schon damals frugalistisch eingestellt. Ich habe immer mein komplettes Taschengeld gespart und fand es wichtiger finanzielle Rücklagen zu haben. Rückblickend finde ich das schon sehr erstaunlich, denn warum sollte man als Kind schon so denken? Als Erwachsene hilft mir mein schon immer frugalistisches Verhalten aber wahrscheinlich mehr als ich mir vorstellen kann. Ohne diesen kleinen Ersparnissen, die bereits in meiner Kindheit begonnen haben, würde ich jetzt auch an einem anderen Ausgangspunkt stehen und mir vermutlich schwerer tun meinen Konsum zu kontrollieren.

 

  • Wie hast du diese Art von Lebensstil entdeckt? Wie bist du dazu gekommen? Gab es konkrete Auslöser?

Ich bin in den letzten Jahren immer wieder über Content zu den Themen Investieren, Frugalismus und Minimalimus gestolpert. So zufällig war das aber wohl natürlich nicht, da ich ja schon länger in diese Richtung denke. Die Börse fasziniert mich schon lange, aber wie viele Deutsche hatte ich sehr viel Respekt vor diesem Thema und dadurch auch Zurückhaltung. Wie bei allen Dingen, vor denen man Angst hat, muss man aber einfach nur proaktiv sein, sich informieren und schon bald hat sich diese Zurückhaltung bei mir in Begeisterung und Wissbegierde verwandelt. Besonders faszinierend finde ich es auch sich Ziele im Bereich finanzielle Freiheit zu setzen, denn dieser Traum kann einen wirklich anspornen kreativ zu werden, um weitere Möglichkeiten Geld zu verdienen zu finden.

 

  • Wie sehen deine Lebensumstände aus? Studierst du? Arbeitest du? Wohnst du allein etc. 
    Ich bin Studentin, wohne in einer wunderbaren 7er WG und werde dieses Sommersemester 2020 meinen Bachelor abschließen. Jetzt im April werde ich anfangen mich auf Stellen zu bewerben, bin aber auch dafür offen ab Oktober einen Master zu machen. Die aktuelle Situation aufgrund von Covid-19 stellt ja den Arbeitsmarkt auf eine schwierige Probe. Ich bin gespannt, wie sich die derzeitige Lage auf meine Jobsuche auswirken wird. Im Allgemeinen bin ich aber trotzdem sehr positiv und mir sicher, dass ich trotz dieser Herausforderung meinen Weg finden werde.

     

  • Tickt dein Umfeld ähnlich wie du? Wie reagiert dein Umfeld?
    Leider habe ich in meinem Umfeld bis jetzt noch keine Gleichgesinnten gefunden. Die Einstellung, dass die Börse nur etwas für Reiche wäre und zu viele Gefahren birgt ist da noch sehr verbreitet. Falls Interesse besteht erzähle ich aber auch gerne von meinen Erfahrungen und gebe Tipps wo und wie man sich fundiert zu diesem Thema informieren kann.
  • Hast du konkrete Ziele, wenn ja, wie sehen diese aus?
    Trotz Studium war mein Ziel immer jeden Monat zu sparen. Während der Semesterferien habe ich fast immer gearbeitet. Ich bin glücklich und auch ein bisschen stolz, dass es mir dadurch gelungen ist finanzielle Rücklagen aufzubauen. Im Bezug auf die Zukunft ist mein größtes Ziel mit 35 finanziell frei zu sein. Ein weiteres Ziel, das aus dem damit verbundenen Frugalismus resultiert, ist ein bewussteres Leben mit geringem Konsum. Oft ist man umgeben von so vielen Dingen, die man nicht wirklich braucht. Zu reflektieren und zu hinterfragen was einen wirklich glücklich macht steigert die Lebensqualität. Aber: Wenn ich mir etwas über längere Zeit wünsche und das Erlebnis oder der Gegenstand mir wirklich etwas bringt, dann werde ich mir das auch nicht verwehren, denn das Leben zu genießen steht an oberster Stelle.

     

  • Inwiefern beschäftigst du dich mit deinen Finanzen?
    Mir persönlich macht es sehr viel Spaß mich mit meinen Finanzen zu beschäftigen. Zu sehen, was man schon geschafft hat und sich neue Ziele zu setzen spornt einen an. Diese Motivation ist wirklich nicht zu unterschätzen. Für mich persönlich steckt auch keine Gier dahinter. Ich brauche mich nicht vor anderen zu beweisen und Gegenstände kaufe ich mir ja nur, wenn sie mir persönlich etwas bringen. Sicherheit durch finanzielle Absicherung gibt einem aber viele Freiheiten.

     

  • Wie hoch ist deine Sparquote? Wo hast du Sparpotentiale für dich entdeckt? Was ist dein bester Spartrick? 😀
    Eine genaue Sparquote lässt sich bei mir leider nicht definieren, da ich unregelmäßig, also immer nur während der Semesterferien, arbeite und dabei schon in mehreren Branchen und unterschiedlichen Positionen arbeiten habe können. Generell war es mir aber in den letzten 3,5 Jahren meines Studiums durch Arbeiten und Frugalismus möglich 15.000€ anzusparen, worauf ich schon sehr stolz bin.


    Durch genaues Planen konnte ich trotzdem sogar jeweils 5 Monate in Spanien und den USA leben. Meine besten Spartricks: Wirklich jede Geldausgabe hinterfragen, günstig wohnen, selbst kochen, Lebensmitteleinkäufe genau planen und wenn man kein geregeltes Einkommen hat zusätzliche Ausgaben auf das unbedingt Nötige zu reduzieren. Spotify, Netflix, usw. sind oft nicht wirklich notwendig und auch trotz kleiner Beträge summieren sich solche Dienste über die Jahre hinweg auf. Außerdem würde ich es als Student auf jeden Fall vermeiden ein eigenes Auto zu kaufen.

     

  • Investierst du? Wenn ja, worin? Wann hast du angefangen?
    Seit Oktober 2019 stecke ich viel Freizeit in meine finanzielle Bildung und lese sehr viel. Im Dezember war ich kurz davor anzufangen zu investieren. Durch Zufall habe ich aber erst Anfang März 2020 mein Depot eröffnet, konnte somit direkt beim Corona Crash erstmalig investieren und mache dies zurzeit in Tranchen. Einen Grundstock baue ich mir derzeit durch Investitionen in zwei ETFs auf:
      • MSCI World
      • MSCI Emerging Markets

         

  • Welche Bücher kannst du uns empfehlen, die dir weiter geholfen haben?
    • Erfolgreiche Geldanlage für Dummies von Judith Engst und Janne Kipp (super für den Einstieg, schafft einen Überblick der Geldanlagemöglichkeiten)
    • Der Reichste Mann von Babylon von George S. Clason
    • Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen von Robert T. Kiyosaki
    • Denke nach und werde Reich von Napoleon Hill
    • Das Erfolgs Prinzip von Jack Canfiled
    • The Magic of Thinking Big von David J. Schwartz

       

  • Welche Erkenntnisse hast du für dich gewonnen?
    Bewusster Konsum hilft einem in allen Lebensbereichen, denn man beschäftigt sich mehr mit den wirklich wichtigen Dingen und das macht glücklich. Gegenstände können einen dämpfenden Effekt haben.

    Wenn man zu viele Dinge um sich herumhat, lenkt man sich lieber mit Netflix und Co. ab, als dass man produktiv und kreativ wird. Ich persönlich stelle immer wieder fest, dass man glücklicher ist, wenn man von weniger, und dabei vor allem Lieblingsteilen, umgeben ist.

     

  • Welchen Tipp würdest du dir selbst geben, wenn du jetzt nochmal 18 wärst?

    In allen Bereichen, aber auch vor allem an der Börse: Wenn man vor etwas Angst hat kann man diese am besten überwinden, wenn man möglichst früh aktiv wird und Wissen ansammelt. Je länger man wartet, desto mehr Überwindungskraft ist nötig. Es macht Spaß zu sehen wie sehr man sich weiterentwickeln kann und bei Dingen, bei denen die ursprüngliche Hemmschwelle höher liegt, erlebt man die größten Fortschritte. 

    Habt keine Angst vor der Börse. Investieren macht Spaß!

    Das beste, in das ihr investieren könnt, ist eure eigene Bildung und vor allem die finanzielle Bildung sollte dabei weit vorne stehen.

    Ich hoffe mein Gastbeitrag hat euch gefallen. Für mehr zu Frugalismus, Börse und Minimalismus schaut doch gerne bei mir auf Instagram @Finanzen_mit_Judith vorbei. (Link: https://instagram.com/finanzen_mit_judith)

    Liebe Grüße aus Bayern und euch allen viele finanzielle Erfolge für die Zukunft,

    Judith

    Vielen Dank Judith, dass du uns einen Einblick in deine Geschichte gegeben hast, sehr inspirierend, dass du dir mit der Zeit als Studentin schon so viel angespart hast! Ich wünsche dir weiterhin ganz viel Erfolg, sei es bei der Jobsuche oder beim Master. Bleib dran 🙂 

    Wenn du uns auch von deiner Geschichte erzählen möchtest und deine Tipps & Tricks verraten möchtest, dann kannst du mir gerne eine E-Mail schreiben an: info@minimalfrugal.com.

    Ich würde mich sehr freuen 🙂

    Disclaimer: Keine Anlageberatung. Keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten.

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