Ist ein hohes Einkommen eine Voraussetzung für Frugalismus / Finanzielle Freiheit?

Ist ein hohes Einkommen eine Voraussetzung für Frugalismus / Finanzielle Freiheit?

Häufiger höre ich Sätze wie „Frugalismus und Finanzielle Freiheit sind ja nur was für Gutverdiener – ich kann mir das nicht leisten.“

Deswegen möchte ich im heutigen Blogbeitrag darauf eingehen, ob man das Ziel Finanzielle Freiheit wirklich nur erreichen kann, wenn man sehr viel verdient und ob man auch nur dann als Frugalist gilt. 

Ich glaube die meisten Leute denken, dass Vermögensaufbau zum allergrößten Teil vom Einkommen abhängt. Doch meiner Meinung nach ist dem nicht so. Denn es ist egal wie viel du verdienst- du kannst auch 10.000€ netto pro Monat verdienen, aber wenn du alles wieder ausgibst wirst du nie vermögend werden. 

Du wirst also nicht reich durch das was du verdienst, sondern durch das, was du behältst. 

Wenn du 1.400€ verdienst, aber nur 700€ ausgibst, kannst du 700€ sparen – du hast also eine Sparquote von 50%.

Ein anderer verdient zwar vielleicht 2.800€, aber hat monatliche Ausgaben von 2.500€. Obwohl er mehr verdient legt er „nur“ 300€ zur Seite. 

Wahrscheinlich würde man aber denken, dass es jemandem der mehr verdient automatisch auch leichter fällt, mehr Geld zu sparen. Ich glaube aber, dass das nicht in allen Fällen der Fall ist. Denn oft ist es so, dass bei Menschen, die 4.000€ netto pro Monat verdienen bereits die Lifestyle Inflation eingesetzt hat. Das bedeutet, dass sie ihre Ausgaben kontinuierlich an ihre Einnahmen angepasst haben. Ein teurer Porsche auf Pump, luxuriöse Restaurantbesuche mehrmals pro Woche und teure Markenklamotten – wenn man sich mal an diesen Lebensstil gewöhnt hat, fällt es gar nicht so leicht, davon wieder wegzukommen. 

Meiner Meinung nach ist es also unter Umständen sogar schwieriger, finanzielle Freiheit zu erreichen, wenn man bereits sehr gut verdient. 

Wenn man allerdings mit einem geringeren Einkommen anfängt seine Ausgaben zu optimieren und zu sparen und diesen Lebensstil beibehält, dann führt ein höheres Einkommen dazu, dass man sein Ziel noch zügiger erreicht. 

Was ich jedoch auch betonen möchte ist, dass man die Ausgaben nur beschränkt reduzieren kann. Irgendwann ist Schluss. Das gibt es bei den Einnahmen gar nicht- nach oben ist alles offen. 🙂 Das Einkommen ist also auf jeden Fall der größere Hebel, wenn es um den Vermögensaufbau geht.

Außerdem ist meiner Meinung nach das Mindset „Das ist nichts für mich, das können nur Gutverdiener erreichen. Ich verdiene dafür zu wenig“ nicht zielführend. Statt „Das kann ich mir nicht leisten“ solltest du dir eher die Frage stellen „Wie kann ich mir das leisten“. – Wie auch Robert Kiyosaki in seinen Büchern predigt. Denn wenn du dir diese Frage stellst, wird dein Gehirn anfangen zu arbeiten und nach neuen Möglichkeiten zu suchen, sodass du das Ziel erreichst.

Mein Fazit

Meiner Meinung nach kann man auch mit einem niedrigeren Einkommen die finanzielle Freiheit erreichen, wenn man auch geringere Ausgaben hat. Denn die Ausgaben sind der springende Punkt. Wenn man sich dann noch die Frage stellt, wie man seine Einnahmen steigern kann, wird man sein Ziel noch schneller erreichen. 🙂 

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