Finanzielle Freiheit ist unrealistisch

Finanzielle Freiheit ist unrealistisch

Das erwartet dich in diesem Post

Die Illusion der finanziellen Freiheit

Auf Instagram habe ich vor einiger Zeit eine Umfrage gemacht, ob man finanziell frei werden kann, wenn man jeden Monat 200€ investiert- ohne diese Summe zu erhöhen.

Das Ergebnis war sehr interessant: mehr als die Hälfte haben für „ja“ abgestimmt. 45% hingegen waren der Meinung, dass dies nicht möglich ist.

Nun meine Einschätzung: Nein, mit 200€ pro Monat wirst du höchstwahrscheinlich nicht finanziell frei. Außer du möchtest dieses Ziel erst als Senior erreichen. 

Finanzielle Freiheit definiert jeder anders. Der eine fühlt sich frei, wenn er nur noch halbtags arbeiten muss- der andere wenn er mit seiner Selbstständigkeit genügend Geld verdient um davon leben zu können. 

Ich persönlich bezeichne finanzielle Freiheit als den Zeitpunkt, ab dem sich all meine Ausgaben durch passive Einkünfte decken lassen. Wenn ich also nicht mehr arbeiten muss, um Geld zu verdienen, sondern freiwillig, weil ich Spaß daran habe. 


Wie viel Geld braucht man, um finanziell frei zu sein?

Dazu habe ich bereits einen Blogbeitrag geschrieben, diesen findest du hier.

Kurz gesagt: du benötigst laut der 4% Regel das 25-fache deiner jährlichen Ausgaben um finanziell frei zu sein. Nehmen wir mal an, du möchtest in deiner finanziellen Freiheit 1.500€ pro Monat ausgeben. Das ist nicht sonderlich viel Geld, vor allem wenn man bedenkt, dass vielleicht noch Kosten für Kinder oder Krankenkasse dazukommen.

1.500 * 12 * 25 = 450.000€.

Du müsstest also ein Vermögen von 450.000€ besitzen, um offiziell finanziell frei zu sein. Klar, auch mit 100.000€ hast du schon ordentlich viel Geld und könntest davon eine lange Zeit leben. Finanzielle Freiheit wäre das für mich aber nicht.

Wenn du 200€ pro Monat zur Seite legst, würdest du mit einer Rendite von 7% fast 40 Jahre benötigen. Steuern und Inflation sind da aber noch gar nicht mit einberechnet! 

Wenn du mit 20 Jahren beginnst, 200€ pro Monat zu investieren, wärst du erst mit 60 Jahren ca. finanziell frei. Das würde mir persönlich zu lange dauern. Klar, für die Altersvorsorge sind 200€ eine tolle Sparrate. Aber um damit ein großes Vermögen aufzubauen, braucht es viel Zeit. 


Finanzielle Freiheit in 15-20 Jahren erfordert eine hohe Sparrate bzw. Sparquote

Wenn du innerhalb von 15-20 Jahren finanzielle Unabhängigkeit erreichen möchtest, braucht es schon deutlich mehr Geld – abhängig von deinen Ausgaben eine vierstellige Investitionssumme pro Monat. 

Nun – wer kann 1.000€ pro Monat investieren? Wenn wir uns ehrlich sind: die wenigsten.


Finanzielle Freiheit ist unrealistisch

Finanzielle Freiheit ist unrealistisch für den Großteil der Bevölkerung. Die Meisten haben das nämlich gar nicht als Ziel und auch nicht das Selbstvertrauen und den Willen, dieses zu erreichen. Und von denen, die nach finanzieller Freiheit streben, schaffen es wohl auch nur wenige. 

Deshalb finde ich es ganz wichtig, auch realistisch zu bleiben. Das Wichtigste ist anzufangen, ganz klar. 25€ pro Monat zu investieren ist super und auf jeden Fall besser als nichts. Aber man wird damit keinen großen Reichtum aufbauen. Viele haben das aber auch gar nicht als Ziel, sondern wollen nur ihre Rente aufstocken – was ich klasse finde!

Ich betreibe aber nicht nur die klassische Altersvorsorge, sondern strebe finanzielle Freiheit schon viel früher an. Dazu sind einfach höhere Summen notwendig. Wenn man so ein großes Ziel hat, muss man an seinen Ausgaben, vor allem aber an seinen Einnahmen arbeiten. Dafür reichen 100-200€ pro Monat zum Investieren nicht.

Natürlich möchte ich niemanden entmutigen oder enttäuschen, aber ich will auch kein falsches Bild vermitteln. Finanzielle Freiheit erreicht man meistens nicht einfach so nebenbei. Es handelt sich hierbei um ein sehr ambitioniertes Ziel, welches nur wenige erreichen werden. 


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